Artikel in AIS-Studien Jahrgang 12, Heft-Nr. 1 (2019)

Das integrative Potenzial „kollaborativer Anwendungen“ – Drei Fallstudien aus mittelgroßen Unternehmen –

Thomas Hardwig

Zusammenfassung

Moderne Unternehmen entwickeln immer stärker Merkmale virtueller Organisationen. Woraus sich ein Spannungsverhältnis ergibt, da virtuelle Netzwerke insbesondere für kooperationsintensive, kreative und innovative Aufgaben weniger geeignet sind. Distanz erzeugt Probleme der Integration, sie erschwert die Koordination und beeinträchtigt die Lern- und Innovationsfähigkeit. Der Beitrag diskutiert die Bedeutung von internetgestützten, kollaborativen Software-Anwendungen zur Bewältigung dieser Herausforderung. Anhand qualitativer Fallstudien aus drei Unternehmen, welche über praktische Erfahrungen mit kollaborativen Anwendungen (Plattformen, Wikis, Communities) verfügen, wird die Nutzung analysiert. Anhand von vier analytischen Dimensionen der Distanz wird das integrative Potenzial der Nutzung dieser Anwendungen aufgezeigt. Vor dem Hintergrund eines Verständnisses von Kollaboration als intensivster Form gemeinsamer Bemühungen ist auch eine neuere Entwicklung sichtbar: Die Unternehmen bemühen sich inzwischen darum, Situationen der Kollaboration häufiger stattfinden zu lassen, sie zeitlich auszudehnen und zu intensivieren. Dies wird erkennbar an der Art und Weise, wie sie den zukünftigen „digitalen Arbeitsplatz“ konzipieren.

Title (english)

Collaborative software and its potential for integration – Three case studies on medium-sized enterprises –

Abstract (english)

Modern companies are increasingly developing characteristics of virtual organizations. This results in tensions, because virtual networks are less suitable for cooperative, creative, and innovative tasks. Distance creates integration problems, makes coordination more difficult and reduces the ability to learn and innovate. This paper discusses the importance of Internet-based, collaborative applications have for meeting this challenge. With qualitative case studies from three companies that have practical experience with collaborative applications (platforms, wikis, communities), the use will be analysed. The integrative potential of these applications is shown on the basis of four analytical dimensions of distance. Against the background of an understanding of collaboration as the most intensive form of joint efforts, a more recent development is also visible: companies are now endeavouring to make collaboration situations take place more frequently, to extend them over time and to intensify them. This can be seen in the way they conceive the future “digital workplace”.

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