Artikel in AIS-Studien Jahrgang 19, Heft-Nr. 1 (2026)

Relationale Konstellationen von Arbeitstätigkeiten – ein Konzept zur Analyse von hybriden Erwerbsformen

Annika Becker, Frank Kleemann

Zusammenfassung

Ziel des Beitrags ist, ein Analysekonzept für hybride Erwerbskonstellationen zu entwickeln, das in subjektorientierter Perspektive die innere Logik der jeweiligen Kombination von Tätigkeiten zu erfassen vermag. Ausgangspunkt ist ein Forschungsprojekt zu Crowdwork – einer Tätigkeit, die ganz überwiegend nur in Kombination mit anderen Erwerbstätigkeiten ausgeübt wird. Im Konnex mit Crowdwork sind vier Typen von hybriden Tätigkeitskonstellationen identifizierbar. Sie zeigen Anforderungen an eine allgemeine Analyseperspektive für hybride Erwerbskonstellationen auf. Zur Analyse wird das Konzept der Relationalen Konstellation entwickelt. Dieses erfasst, wie die Subjekte auf der Grundlage von eigenen Ansprüchen und Erfordernissen ihres Lebenszusammenhangs komplementäre Tätigkeiten miteinander verbinden. Abschließend wird das Konzept in Relation zur Alltäglichen Lebensführung und zum Plädoyer für eine transversale Arbeitssoziologie verortet sowie in seiner Reichweite und seinen Limitationen diskutiert.

Title (english)

Abstract (english)

This article aims to develop an analytical concept for hybrid employment constellations that captures the internal logic of respective activity combinations from a subject-oriented perspective. The starting point is a research project on crowdwork, which is predominantly carried out alongside other activities. In connection with crowdwork, four types of hybrid activity constellations can be identified. They reveal the requirements for adopting a general analytical perspective on hybrid employment constellations. The concept of ‘relational constellations’ explains how individuals combine complementary activities based on their own needs and the demands of their life context. In conclusion, the concept is discussed in relation to the concept of the conduct of everyday life and the plea for a transversal sociology of work. Its scope and limitations are also considered.

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