Artikel in AIS-Studien Jahrgang 15, Heft-Nr. 1 (2022)

Bewusstsein, Ansprüche und der „Soziale Wert der Arbeitskraft“

Stephan Voswinkel

Zusammenfassung

Das Bewusstsein der Arbeitenden resultiert aus einer Auseinandersetzung der Subjekte mit den Bedingungen ihrer sozialen Lage, mit ihren Identitätszuschreibungen und mit ihren Ressourcen, es verarbeitet also das Sein. Die Situation in der Arbeit ist eingebettet in den gesamten Lebenszusammenhang. Inwieweit hierin der Arbeit eine zentrale Rolle zukommt, ist eine empirische Frage und wird fassbar im Rahmen von Lebensorientierungen. Das Bewusstsein ist wesentlich normativ strukturiert, so dass Wertigkeits- und Anerkennungsmustern für das Bewusstsein eine zentrale Rolle zukommt. Der Bezug auf kulturelle Einbettungen und Anerkennungsverhältnisse existiert nicht neben den ökonomischen Verhältnissen und der Interessenorientierung, sondern beide sind miteinander verschränkt. Arbeitssoziologisch fasst der Beitrag dies mit der Kategorie des Sozialen Werts der Arbeitskraft, in der verschiedene Ungleichheitsdimensionen und kulturelle Dimensionen ökonomisch relevant werden.

Title (english)

Consciousness, Claims and the “Social Value of Labour Power”

Abstract (english)

The consciousness of working people results from a confrontation of the subjects with the conditions of their social situation, with their attributions of identity and with their resources; it thus processes being. The situation at work is embedded in the context of the entire life. The extent to which work plays a central role in this is an empirical question and becomes tangible within the framework of life orientations. Consciousness is structured essentiallly normatively, so that patterns of value and recognition play a central role for consciousness. The reference to cultural embedding and relations of recognition does not exist apart from economic relations and interest orientation, but the two are intertwined. In terms of the sociology of work, the article summarises this with the category of the social value of labour power, in which various dimensions of inequality and cultural dimensions become economically relevant.

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