Artikel in AIS-Studien Jahrgang 13, Heft-Nr. 2 (2020)

Die Erwerbstätigkeit von Frauen in Minijobs: eine subjektorientierte Analyse (des-) integrativer Dynamiken atypischer Beschäftigung

Fabian Beckmann

Zusammenfassung

Minijobs haben sich seit den 1990er Jahren speziell für Frauen als stabiles Arbeitsmarktsegment etabliert und werden ebenso lange als prekäre Beschäftigungsform problematisiert. Die zentralen Prekaritätsachsen bilden die im Vergleich zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unterdurchschnittlichen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie die unzureichende Möglichkeit einer eigenständigen sozialen Absicherung. Ausgehend von einer nur marginalen Subjektorientierung in der bisherigen Forschung beleuchtet der Beitrag diese Problemfelder von Minijobs und fragt nach der subjektiven Arbeitsqualität sowie den Ausprägungen und Erklärungsfaktoren der Erwerbspräferenzen von weiblichen Minijobbenden. Die Befunde signalisieren eine divergierende Beurteilung der Arbeitsqualität in unterschiedlichen Dimensionen von Erwerbsarbeit und sensibilisieren somit für den Nutzen mehrdimensionaler und subjektiver Zugänge für die Analyse von Arbeitsqualität. Darüber hinaus offenbart sich eine nur geringe Normalarbeitsorientierung unter (weiblichen) Minijobbenden, deren Ursachen vielfältig sind und nicht ausschließlich auf institutionelle Fehlanreize reduziert werden können.

Title (english)

The Employment of Women in Mini jobs: a subject-orientated Analysis of (Dis-) Integration Dynamics in nonstandard Employment

Abstract (english)

Especially for women, mini jobs have developed into an established form of employment since the 1990s and have been criticised for their precarious potential ever since. The two main aspects subject to critique are the poor working conditions as well as the insufficient level of social security. As previous research has hardly taken a subject-orientated approach towards mini jobs, this article investigates the subjective job quality in mini jobs as well as the individual work preferences of (female) employees. The results indicate diverging evaluations of job quality in different job-related dimensions and hence underline the importance of multi-dimensional and subjective approaches towards job quality. Moreover, the work preferences of (female) mini jobbers are in conflict with full-time employment integration, while the reasons are manifold and not only to be found in institutional factors.

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