Artikel in AIS-Studien Jahrgang 12, Heft-Nr. 1 (2019)

Akademisierung der Arbeitswelt – Das Ende der Beruflichkeit?

Uwe Elsholz, Ariane Neu

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag diskutiert Veränderungen hinsichtlich der Qualifizierungs- und Rekrutierungsstrategien von Unternehmen, insbesondere in ihren Auswirkungen auf die Bedeutung von Beruf und Beruflichkeit. Hintergrund sind Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das sich in drei Branchen – dem Einzelhandel, der IKT-Branche sowie der Metall- und Elektrobranche – mit Fragen der zunehmenden Akademisierung der Arbeitswelt auseinandergesetzt hat. Ziel war es, sowohl branchenübergreifende Entwicklungen als auch branchenspezifische Aspekte zu identifizieren, und aufzuzeigen, ob und wie sich der Trend zur Akademisierung etwa in den Qualifizierungs- und Rekrutierungsstrategien oder veränderten Karrierechancen niederschlägt. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf ausgewählte Projektergebnisse, die darauf hindeuten, dass insbesondere durch die Bedeutungszunahme von Absolventinnen und Absolventen eines dualen Studiums ein neuer Bildungs- und Sozialisationstyp entsteht. Diesen kennzeichnen wir als „betrieblich-akademischen Bildungstyp“. Damit einher geht die Frage nach einem Bedeutungsverlust von Beruf und Beruflichkeit.

Title (english)

Academisation of work – The end of occupationalism?

Abstract (english)

This paper discusses changes in the recruitment strategies of companies, especially concerning their impact on the importance of occupation and occupationalism in Germany. Backgrounds are results of a research project that has dealt with questions of increasing academisation of the working world in three business sectors: trade, information and communication technology, and metal/electronics. The aim was to identify cross-sectors developments as well as sector-specific aspects of whether and how the trend towards academisation is reflected, for example, in changed recruitment strategies or career opportunities. In this article, we focus on project results, which suggest that a new type of education and socialisation is emerging, in particular as a result of the increase in the importance of graduates of a dual higher education study program. We characterise this as a “company-academic education type”. This goes hand in hand with the question of the decreasing importance of occupation and occupationalism.

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