Artikel in AIS-Studien Jahrgang 7, Heft-Nr. 1 (2014)

Zwischen Handlungsspielräumen und eigensinniger Materialität: Subjekte im Umgang mit den Herausforderungen der Internet-Arbeitswelt

Tanja Carstensen

Zusammenfassung

Der Wandel der (Erwerbs-)Arbeit wird in der Arbeits- und Industriesoziologie u.a. mit den Begriffen Entgrenzung, Prekarisierung und Subjektivierung charakterisiert. Für die arbeitenden Subjekte hat dieser Wandel ambivalente Effekte zwischen Autonomiegewinnen und neuen Belastungen. Zusätzlich dazu hat aber auch das Internet wirkmächtig zu grundlegenden Veränderungen der Arbeitsbedingungen geführt, die bei der Analyse des Wandels der (Erwerbs-)Arbeit bisher wenig mitberücksichtigt werden. Dabei stellt das Internet neue und eigene Anforderungen an die Subjekte, macht Setzungen und prägt das Arbeitshandeln. Gleichzeitig agieren die Subjekte im Umgang mit diesen Anforderungen wiederum keinesfalls gleichförmig, sondern eigensinnig und definitionsmächtig. Der vorliegende Artikel untersucht die Wechselwirkungen zwischen diesen Handlungsspielräumen der Subjekte und dem Eigensinn und der Wirkmacht des Internets. Empirische Grundlage sind Ergebnisse aus Interviews und Aufzeichnungen von Internetpraktiken junger Menschen, die in der Internetbranche arbeiten.

Title (english)

Between room for manoeuvring and obstinate materiality: subjects handling the challenges of the internet working world

Abstract (english)

Work and industrial sociology discuss the transformation of work among others with the keywords, deboundering, precarisation and subjectivation. Working subjects are faced with ambivalent effects between gains of autonomy and new requirements. Additionally, the internet powerfully caused fundamental transformations, which receive scant attention within the analyses of the transformations of work. Indeed, the internet makes new and special demands, causes facts and shapes work practices. At the same time, subjects do not act uniformly, but stubbornly and are powerful to define requirements. This paper investigates the interaction between the subjects’ room for manoeuvring and the obstinacy and power of the Internet. It‘s based on results of interviews as well as recordings of internet practices of young adults who work in the internet sector.

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