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Herzlich Willkommen auf der Homepage der Sektion
Arbeits- und Industriesoziologie
der Deutschen Gesellschaft für Soziologie


Die Sektion Arbeits- und Industriesoziologie ist eine Sektion der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Mehr über die Sektion erfahren Sie in der Rubrik "Wir über uns".

Die Homepage der Sektion ist sowohl unter der Adresse "www.arbsoz.de", als auch unter "www.industriesoziologie.de" zu erreichen.

Aktuelles


Folgend finden Sie aktuelle Vorabinformationen zu den anstehenden Tagungen der Sektion.
Weitere Informationen folgen in Kürze:

Frühjahrstagung der Sektion 2013

Volkshaus Jena
26./27. Juni 2013

Jenaer Dialog - Arbeiten in Europa

Ist das „deutsche Jobwunder“ tatsächlich ein Vorbild, an dem sich Europa in Zeiten einer Krise der Euro-Zone orientieren kann? Welche Zugeständnisse mussten die Beschäftigten in Deutschland machen, welche Risiken und Belastungen gehen sie ein? Brauchen wir eine neue Kultur der Entprekarisierung auch in den Ländern mit geringer Arbeitslosigkeit? Wie könnte eine Arbeitspolitik für das 21. Jahrhundert aussehen?

Das Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Sektion Arbeits- und Industriesoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie haben gemeinsam einen Jenaer Dialog über die Krise und
Transformation europäischer Erwerbsgesellschaften initiiert. Ausgehend von einer geschärften Krisendiagnose ist es ein gemeinsames Ziel, zu der Debatte um eine Neuordnung des Arbeitsmarktes beizutragen und Leitbilder für sinnvolles Arbeiten zu skizzieren.


Herbstagung der Sektion 2013

Gemeinsam mit der Sektion Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Stuttgart
07./08. November 2013

Neue Arbeits-Technik-Welten?
Digitalisierung, mobiles Internet und der Wandel der Arbeit.

Technik und Arbeit sind schon immer aufs engste miteinander verzahnt. Technologische Innovationen und deren Diffusion prägen in nicht unerheblicher Weise Prozesse des Wandels von Arbeit und damit die konkrete Ausgestaltung von Arbeitsorganisation, Arbeitshandeln und Arbeitsbedingungen mit. Das gilt heute in besonderem Maße für digitale Technologien und das (mobile) Internet.

Wirtschaftssektoren, Unternehmen und globale Wertschöpfungsketten unterliegen in der sich herausbildenden Internetökonomie einem teils radikalen Wandel. Etablierte Berufsbilder, Arbeitsbedingungen und -strukturen werden infrage gestellt und neu definiert. Innovations-  und webbasierte Dienstleistungsprozesse entstehen nicht mehr exklusiv im Rahmen von Unternehmen und herkömmlichen industriellen Arbeitsbeziehungen. Sie werden ergänzt durch neue Formen wie Crowdsourcing, Open Innovation oder Liquid Organization. Konsumentenwissen, Commons und technologieorientierte Communities werden zunehmend in kommerzielle Innovations-, Produktions- und Arbeitsprozesse eingebunden. Gleichzeitig entstehen neue nichtkommerzielle und mehr oder minder informell vernetzte Formen der (Mit-)Arbeit und Wertschöpfung im Internet. Kaum durchdringen Social Media und Web 2.0 die Arbeits- und Lebenswelt in großem Stil, schon kommen mit dem Internet der Dinge neue technisch induzierte Veränderungen auf uns zu. Ob in den Algorithmen von Google oder bei  avancierter Software im Finanzmarktsektor: oft wird Technik selbst zum mit- bis autonom handelnden Akteur und justiert das Verhältnis zwischen Mensch und Technik neu. Die schöne neue Arbeitswelt bringt einerseits kreativere Arbeitsinhalte, flachere Hierarchieformen und neue Berufsbilder hervor – ihre Kehrseite sind Entgrenzung, Flexibilisierung, indirekte Steuerungsformen, prekäre Arbeitsverhältnisse und damit verbundene neue und widersprüchliche Formen von Autonomie und Belastung.

Die Phänomene dieser Entwicklungen sind längst Gegenstand wissenschaftlicher Debatten und zahlreicher empirischer Forschungen. Trotzdem sind viele Fragen offen: Wie relevant sind die benannten Phänomene in einer über den exemplarisch untersuchten Fall hinausgehenden Perspektive? Wie einschneidend sind die mit neuen digitalen Technologien und dem (mobilen) Internet einhergehenden Veränderungen in der Arbeitsorganisation und im Arbeitshandeln – auf der Ebene von Organisationen, von Netzwerken und Communities oder von Sektoren? Wie nachhaltig haben sich die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschoben? Wie wirken die neuen digitalen Technologien auf die Kontrolle und die betrieblichen wie außerbetrieblichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse zurück? Vor allem aber: Wie lassen sich die benannten Phänomene jenseits des griffigen Schlagworts und des exemplarischen Falls theoretisch fassen und soziologisch verdichten?

Das Ziel der gemeinsamen Herbsttagung der beiden Sektionen ist es, die empirischen und theoretischen Beiträge der Arbeits- und Techniksoziologie zu diesen Themen stärker als bisher aufeinander zu beziehen und zu einer kritischen Bestandsaufnahme und Perspektivbetrachtung der Veränderungen von Arbeitsorganisation, -handeln und -bedingungen durch digitale Technologien und das (mobile) Internet beizutragen.


Call for Papers (Einsendeschluss 08.07.2013)


Frühjahrstagung der Sektion 2014

Universität Kassel
15./16. Mai 2014


Online-Journal


Die aktuelle Ausgabe der AIS-Studien 2/2012 mit dem Schwerpunkt:

Wandel von Arbeit, Arbeitsbewusstsein und Subjektivität

ist ab sofort unter www.ais-studien.de verfügbar.